Etwas verspätet, nun aber doch: mit einem Bein im Dezember – unser Monatsupdate November! Einiges gibt es zu berichten – hier in Kürze: ein mögliches Problem beim Upgrade von Filr 3.4.2 ist offenkundig geworden und wurde auch gleich behoben, ein interessanter Vortrag von Werner Degenhardt von Code and Concept bei der „netzblicke“ – Veranstaltungsreihe zum Thema „Phishing“ hat stattgefunden, und unser Use Case Spotlight des Monats leuchtet das Thema „Verteilerlisten und Vibe“ aus: wie können Verteilerlisten so organisiert werden, dass Empfänger für sie nicht essentielle Informationen „stummschalten“ können, wichtige Information jedoch alle relevanten Personen erreicht?

Mögliche Fehlfunktion von Filr Client für Windows nach Upgrade auf Filr 3.4.2. Das Problem und die Lösung:

Das Problem bestand darin, dass die Inhalte des Filr-Ordners nach dem Upgrade auf Filr 3.4.2 unter Windows in ganz bestimmtem Fällen nicht vorhanden oder defekt zu sein schienen. Nach der Installation bzw. Aktualisierung des Filr Desktop Client auf Version 3.4.2 über die MSI-Installationsdatei, sei es manuell oder über ein Desktop-Managementsystem, wurden unter umständen Daten in den zusammengefügten Filr-Ansichtsdaten nicht angezeigt oder erschienen als  „$DATA“ oder „Zone.Identifier“. Alternativ dazu konnte die Fehlermeldung „Filr Service ist not working“ angezeigt sein – dafür überhaupt keine Dateien mehr, sondern ein leerer „Filr“ Ordner. Alle anderen 3.4 – Clients (Mobilanwendungen, Web und macOS) funktionierten hingegen einwandfrei. Die Lösung, falls das Problem aufritt, besteht darin, entweder den Filr 3.4.2-Desktop Client mithilfe der EXE-Datei anstatt der MSI-Datei neu zu installieren. Alternativ kann auch das .Net Framework manuell auf diese (bzw. eine höhere) Version aktualisiert werden. Außerdem: ist ein Desktop Management-System wie ZENWorks vorgeschaltet oder läuft nebenher, dann achten Sie darauf, .NET 4.6.2 oder höher als Dependency einzustellen!
Die Ursache des Problems, wenn es auftritt, liegt nämlich darin, dass – falls die .msi-Datei im unbeaufsichtigten Installtionsmodus verwendet wird – das .NET Framework nicht automatisch in Version 4.6.2 installiert oder auf diese aktualisiert wird: Filr 3.4.2 ist aber von der ordnungsgemäßen Funktion von .NET 4.6.2 oder höher abhängig. Die Installation über MSI-Dateien ist im Allgemeinen eher für professionelle Rollouts in kontrollierten Umgebungen gedacht, weswegen dieses Problem bei den standardisierten Tests im Vorfeld nicht aufgedeckt worden war. Mehr Informationen dazu finden Sie in der TID #7023516(link: https://support.microfocus.com/kb/doc.php?id=7023516 )

Human Factors in der Informationssicherheit: Vortrag bei „Netzblicke“

Wie im letzten Blogpost schon angekündigt, hat Dr. Werner Degenhardt – der Spezialist für Human Factors in der Informationssicherheit von Code and Concept – bei der Veranstaltungsreihe „netzblicke“ der IHK für München und Oberbayern einen interessanten und gut besuchten Vortrag mit dem Titel „Warum wir auf Phishing hereinfallen und was man dagegen tun kann“ gehalten. Zentral ging es um die Fragen nach der Struktur und Funktionsweise eines Malware-Angriffs über Phishing-Mails auf die Schwachstelle Mensch. Behandelt wurden menschliche Funktionsweisen, die kognitiven und sozialen Heuristiken des Menschen und nicht zuletzt ging es um die Frage, warum Menschen unter gewissen Umständen nicht nur falsche, sondern sogar schlechte Entscheidungen treffen.

Die Veranstaltungsreihe „netzblicke“ informiert – zusammen mit starken Partnern der IHK für München und Oberbayern – im Allgemeinen zu den Themen Internet, Online und Medien. Dies war die letzte Veranstaltung dieses Jahres vor der Winterpause – für Februar 2019 sind aber schon wieder Termine angesetzt!

Use Case Spotlight: Micro Focus Vibe und E-Mail, Runde Zwei

In einem unserer letzten Use Case Spotlights haben wir unter dem Titel „Micro Focus Vibe und E-Mail, Runde Eins“ gezeigt, wie Micro Focus Vibe als Mailarchiv benutzt, um Verteilerlisteninhalte auf längere Zeit kompakt und an einer Stelle verfügbar und durchsuchbar zu behalten. Diese Runde beschäftigt sich mit dem nächsten logischen Schritt: dem kompletten Ersatz einer Verteilerliste durch einen Vibe-Ordner mit Mail-Funktion.

Herausforderung

Verteilerlisten sind eines der Standardmittel zu Broadcast-Kommunikation in Unternehmen, und beerben die Verteiler im Schriftverkehr seit der Verbreitung der e-Mail [https://de.wikipedia.org/wiki/Verteiler_(Schriftverkehr)]. Es gibt Teamverteiler, Abteilungsverteiler, Verteiler zu Sicherheitsthemen, Verteiler zu Informationen der Liegenschaften und viele mehr. Zu papiernen Zeiten wurden nur ausgewählte Personen in den Verteiler aufgenommen, denn eine Vergrößerung des Personenkreises bedingte eine Verlängerung der Durchlaufzeit. In Zeiten der „kostenlosen“, schnellen e-Mail werden inflationär viele Personen in Verteiler aufgenommen – oft so viele, dass an sich wichtige Informationen ähnliche Emotionen auslösen können wie SPAM-Emails. Vibe hat eine Lösung für diese Misere.

Lösung

Jeder Ordner bietet in Vibe die Möglichkeit, ihn zu „abonnieren“, also bei Änderungen im Ordner e-Mails zu erhalten. Man hat die freie Wahl, ob man 140-Zeichen-Emails, Emails mit oder ohne Anhang, oder auch nur eine tägliche Übersicht der Änderungen bekommen möchte. Aber nicht nur das, ein Ordnerverwalter hat – mit denselben Steuerungsoptionen – die Möglichkeit, den Ordner „für andere zu abonnieren“. Diese Funktionen nutzen wir hier. Das Ziel hier ist es, die Verteilerlisten abzulösen, hauptsächlich Inhalte „zur Information“ anbieten. Dafür erstellt man einen Vibe-Ordner mit einem sprechenden Namen, und „abonniert für andere“, um alle Verteilerlisten-Mitglieder über „push“ zu festgelegten Zeiten zu informieren. So bekommt immer noch jeder Teilnehmer eine Email, doch man hat eine ganze Reihe Vorteile:

Ergebnis

* Die Zustellung ist zeitlich besser steuerbar
* Die Emails habe ein einheitliches Design
* Die Inhalte sind, wie schon in Runde 1 beschrieben, archiviert und dauernd im Zugriff
* Jeder Empfänger kann über „diesen Ordner abonnieren“ seine Vorlieben hinsichtlich Email-Art und Timing für den Mailversand umsetzen
* Jeder Empfänger kann für dich das Abonnement blockieren, falls der Zielordner ohnehin regelmäßig besucht wird. Dies ist ein echtes „opt-out“, einer möglichen Informationspflicht des Absenders ist dann trotzdem im Allgmeinen genüge getan.
Dies sind nur die größten und direkten Vorteile – man kann durch kluge Strukturierung von Ordnerhierarchien sogar noch mehr Verbesserungen des Status Quo erreichen.
Man sieht: Vibe hilft an allen Ecken und Enden, das Leben in einer Organisation einfacher zu machen. Selbst im Bereich „Vibe und E-Mail“ ist noch einiges zu erzählen – aber dazu mehr Runde drei zum Thema.

Das war unser spätes Monatsupdate für den November. Wir halten Sie an dieser Stelle natürlich weiterhin up-to-date und versorgen Sie mit Neuigkeiten und Informationen. Wie immer gilt: wenn Sie Fragen zu einem der Themen haben, kontaktieren sie uns!